53°33´nördlicher Breite
8°35´östlicher Länge
2m über NN
höchster Berg ca.11m

Bremerhaven, eine Insel von Niedersachsen umgeben

An der Mündung des Flusses Geeste in die Weser die hier wiederum in die Nordsee übergeht liegt Bremerhaven, in einer Art Insellage von Niedersachsen umgeben. Als Teil des Bundeslandes Freie Hansestadt Bremen hat die Stadt einige Rechte die sonst nur Bundesländern zustehen, so sind z.B. die Polizei und Schulhoheit in der Bremerhavener Stadtverfassung, die nicht von Landesparlament genehmigt werden musste, festgeschrieben.
Mit ihren ca. 120tausend Einwohnern in den bis zu 15km langen und 8km breiten 79 km² großen Stadtgebiet ist Bremerhaven die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste und wirtschaftlicher Mittelpunkt für das Weser- Elbe Dreieck.
Die Häfen mit den Containerterminal, an der ca. 3000m langen Stromkaje wurden 2004 etwa 1,8Mio Container (3,5Mio Teu) umgeschlagen, den Autoumschlag 2004 ca.1,4Mio Fahrzeuge auf 1500 Schiffen sowie der Fischereihafen und die Lebensmittelindustrie sind neben den Werften die größten Arbeitgeber, aber auch die Forschung und der Tourismus spielen eine nicht unbedeutende Rolle die in Zukunft mit den Projekt Alter/Neuer Hafen weiter ausgebaut werden soll.

Stadtgeschichte

Die freie Hansestadt Bremen sah ihren Hafen und damit eine wichtigste wirtschaftliche Existenzgrundlage durch die Versandung der Weser zunehmend bedroht. Zum handeln gezwungen kaufte Bürgermeister Dr. Johann Smidt den Königreich Hannover ein eher unbedeutend erscheinendes Stück Land an der Wesermündung ab. 1827 wird die Siedlung Bremerhaven als bremischer Vorhafen gegründet, hier begann 1847 der erste regelmäßige Schiffsverkehr zwischen Europa und Amerika, mehr als 7 Mio. Menschen nahmen im größten Auswandererhafen Europas Abschied von alten Kontinent. Ihr Start in eine ungewisse Zukunft mit all ihren Erwartungen, Hoffnungen aber auch Ängsten ist ein Teil Stadtgeschichte.
Fast parallel gründete Hannover 1845 den Hafen Ort Geestemünde, die modernen Hafenanlagen an der Geeste und auch der Eisenbahnanschluss sorgen für einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung. Schnell wachsend hat Geestemünde 1888 mit der Eingliederung von Geestendorf etwa 15tausend, 1912 bereits 27tausend Einwohner. 1920 kam Wulsdorf hinzu, durch den Zusammenschluss mit Lehe 1927 entstand die Stadt Wesermünde, 1939 erfolgte dann der Anschluss Bremerhavens an Wesermünde.
Als amerikanischer Nachschubshafen für Deutschland wurde Wesermünde 1947 in Bremerhaven umbenannt und Teil des neuen Bundeslandes Bremen. Mit seiner eigenen Stadtverfassung hat Bremerhaven seitdem eine große Eigenständigkeit.

Bremerhaven verlor in den letzten Jahrzehnten rund 20tausend Einwohner, viele ehemalige Bürger der Stadt zog es in die direkt angrenzenden oder nur wenige Km. entfernt liegenden Gemeinden um sich dort ihr eigenes Haus zu bauen ohne dabei aber auf die Nähe der Großstadt zu verzichten wohne sie somit in einer Stadtrandlage und können weiterhin die Infrastrukturen der Stadt nutzen. Was sich zunächst als ein großes Problem für Bremerhaven darstellt bringt aber auch Vorteile mit sich, aus der Insellage heraus ist die Stadt an ein wirtschaftliches zusammenwachsen mit dem Umland doch auch sehr interessiert. Durch die Fertigstellung des Wesertunnels im Januar 2004 wurde dieses zusammenwachsen auch mit den Städten und Gemeinden auf der linken Weserseite forciert.


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moin moin, willkommen in Fischtown
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